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Das Quotenvorrecht – „Stiefkind“ in der Unfallschadenregulierung

Recht-Lokal

Das Quotenvorrecht - "Stiefkind" in der Unfallschadenregulierung


Trotz vielfältiger Informationsmaßnahmen ist immer wieder Fehlverhalten bei der Geltendmachung und Abwicklung von Verkehrsunfallschäden festzustellen. So bildet die Regelung von Kasko-Schäden selbst bei dem verkehrsrechtlich spezialisierten Anwalt eine Ausnahme. Dabei gilt doch der Grundsatz: Unfall? Sofort zum Anwalt!

Bis auf die Fälle des sicheren Alleinverschuldens (insbesondere bei alleiniger Unfallbeteiligung) ist es angeraten, nachzufragen, ob es sinnvoll ist, sofort und nur die eigene Fahrzeugversicherung in Anspruch zu nehmen, somit auf Ansprüche gegenüber dem Unfallgegner zu verzichten. Häufig wird sich im Ergebnis der anwaltlichen Beratung durch die Geltendmachung des Quotenvorrechts selbst bei einem hohem Eigenanteil an der Unfallverursachung die Möglichkeit ergeben, den unfallbedingten Eigenanteil am entstandenen Schaden zu mindern. So ist bei einer Haftungsquote von 50 % über die Inanspruchnahme der eigenen Kasko-Versicherung einerseits und zusätzlich der gegnerischen Haftpflichtversicherung andererseits eine weitestgehende Schadensabdeckung möglich. Selbst bei einem Verursachungsanteil von 80 % ergeben sich - je nach Schadenshöhe - noch positive Ergebnisse. So können durch die Geltendmachung des Quotenvorrechts gegenüber der Kasko-Versicherung z. B. solche Positionen wie die Selbstbeteiligung, Sachverständigen- und Abschleppkosten und eine etwaige Wertminderung des eigenen Fahrzeuges, die allesamt nicht unter die Regulierung durch die Kasko-Versicherung fallen, gegenüber der gegnerischen Haftpflichtversicherung geltend gemacht werden. Selbst die Kosten für die anwaltliche Geltendmachung des Kasko-Schadens, erfahren zumindest eine Teilregulierung, die durch den Erhalt der Selbstbeteiligung und die teilweise Geltendmachung des Rückstufungsschadens bei dem Unfallgegner kompensiert werden.

Im Klartext:
Im Fall der "zweigleisigen" Schadensregulierung können bei eigener Mithaftung - in geeigneten Fällen - durch die Geltendmachung des Quotenvorrechts gegenüber dem eigenen KASKO-Versicherer bis zur Höhe der Zahlungsverpflichtung der gegnerischen Haftpflichtversicherung die eigenen unmittelbaren, nicht kaskoversicherten Unfallschäden bevorrechtigt abgedeckt werden.

Um solche Ansprüche richtig geltend zu machen, empfiehlt es sich somit auf jeden Fall rechtzeitig qualifizierte anwaltliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

Rechtsanwalt Roland Scholz,
Mitglied der ARGE Verkehrsrecht im Deutschen AnwaltVerein

(Döbelner Anzeiger vom 01./02.09.2012 - Ratgeber Recht)

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