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Erbschein da! Alles gut?

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Erbschein da! Alles gut?


Ein „Dauerbrenner“ im Erbrecht ist das Testament. Viele schieben die Entscheidung über die Abfassung vor sich her. Wie schnell kann jedoch ein Unfall oder eine Krankheit daran hindern, seinen letzten Willen noch zu formulieren. Den potentiellen Erblasser wird es manchmal nicht mehr kümmern. Betroffen sind jedoch die zukünftigen Hinterbliebenen. Da kann schon mal der Gedanke aufkommen, ein Testament vorzuformulieren und dieses zu unterbreiten. Gibt es für den Moment keinen Zweifel, so erteilt das Nachlassgericht auf Antrag zu dem eröffneten Testament einen Erbschein. Bestehen jedoch Bedenken gegen die Testierfähigkeit des Erblassers, so kann der Erbschein wieder eingezogen werden. Einen solchen Fall hat das OLG München auf die Beschwerde gegen eine Einziehung des Erbscheins entschieden (Beschluss v. 28.1.2020 – 31 Wx 561/19). Das Testament wies ein krakeliges Schriftbild mit Unterbrechungen auf. Die Unterschrift des Erblassers war sichtbar mit Bleistift unterlegt. Dies wies darauf hin, dass die Unterschrift vorgezeichnet war. Ein gesetzlicher Erbe hat daraufhin die Einziehung des der Alleinerbin bereits erteilten Erbscheins beantragt. Die Beschwerde hiergegen ist erfolglos geblieben, weil die überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass der Erbschein unrichtig sein könnte, die Einziehung rechtfertigte. Die Frage der etwaigen Testierunfähigkeit ist dann in einem regulären Zivilprozess zu klären.

Für den Fall der Mitteilung des Nachlassgerichts über die Eröffnung eines handschriftlichen Testaments kann es ratsam sein, bei Zweifeln sachkundigen Rat bezüglich der Wirksamkeit des Testaments einzuholen. Ich konnte insoweit schon mehrfach vor Erteilung eines Erbscheins tätig werden und die Erteilung eines der wahren Sachlage entsprechenden Erbscheins bewirken.

Nach 30 Jahren Anwaltstätigkeit kann ich auf eine Fülle von Erfahrungen zurückgreifen. Dies betrifft ebenso meinen Kollegen Hans-Peter Dietrich, der zudem als Sachverständiger für die Bewertung von Grundstücken wichtige Orientierungshilfe bieten kann. Ab dem 16.06.2020 wollen wir am neuen Standort im Obermarkt 9 in Bürogemeinschaft mit Herrn Rechtsanwalt Olaf J. Paul weiterhin effizient und erfolgreich die Interessen unserer Mandanten vertreten.

Roland Scholz, Rechtsanwalt seit 1990,
Fachanwalt für Familienrecht

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