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Fallstricke im Erbrecht

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Fallstricke im Erbrecht


Testament? Eine unliebsame Frage. Entweder ist man noch zu jung, oder: „Ich bin doch verheiratet, da erbt meine Frau!“ Oder: „Wir haben nur ein Kind, das erbt sowieso alles!“ Was ist aber, wenn …? Ein Trugschluss ist, dass bei kinderlosen Ehen der Ehegatte Alleinerbe wird. Der gesetzliche Erbteil beträgt im gesetzlichen Güterstand die Hälfte. Bei der anderen Hälfte sind entweder noch lebende Eltern oder deren Kinder, also Geschwister des Ehegatten oder deren Abkömmlinge, also Nichten/Neffen oder danach sogar deren Abkömmlinge erbberechtigt. Habe ich nur ein Kind, kann dieses in Wegfall geraten. Es gilt dann die vorab geschilderte Folge. Ist das Kind verheiratet, „wandert“ der Erbteil zu dessen Ehegatten.

Ist der Erbfall eingetreten, wird häufig die Erbauseinandersetzung nicht rechtzeitig oder konsequent durchgeführt. Das Leben ist sehr wechselhaft und schnell sind Erbengemeinschaften entstanden, die aus mehreren Personen in familiären Nebenzweigen bestehen. Die Gemeinschaft muss dann, meist verbunden mit schwierigen Verhandlungen, auseinandergesetzt werden. Jeder einzelne Miterbe kann seine Ansprüche geltend machen. „Alles halb so schlimm“, wenn es „nur“ ums Geld geht. Sind Grundstücke vorhanden, wird es weitaus schwieriger. Häufig ist das Grundbuch nicht bereinigt. Wohnt z. B. ein Elternteil auf dem Grundstück, vielleicht noch ein anderer Teil der Familie, so eine Tochter mit ihrem Ehemann und Kindern, bleibt erstmal alles so wie es war. Nun muss aber investiert werden (neues Dach oder Heizung). Dazu ist ein Kredit erforderlich. Die Bank fragt nach den Grundstückseigentümern. Plötzlich wird es ernst. Von den anderen Geschwistern, die Miterben waren, sind schon welche verstorben. Nun gehören deren Ehepartner und, sofern dort kein Testament vorhanden ist, auch deren Kinder mit zur Erbengemeinschaft. Das Grundbuch muss berichtigt werden. Wenn dann ein Miterbe „nicht mitspielt“ kann es schwierig werden. Da jeder Miterbe zu jeder Zeit die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft bis hin zur Teilungsversteigerung verlangen kann, ist fachmännische Hilfe dringend erforderlich.

So wie wir regelmäßig unser Auto zum TÜV bringen, ist es anzuraten, insbesondre bei dem Vorhandensein von Immobilien, aber auch Unternehmen, einen „Check“ der erbrechtlichen Verhältnisse vornehmen zu lassen. Auch hier gilt: „Vorbeugen ist besser als heilen!“. Bei uns sind Sie an der richtigen Adresse.

Roland Scholz, Fachanwalt für Familienrecht
Veröffentlichung im SachsenSonntag 28./29.09.2019 auf der Seite „Ihr Ansprechpartner in Rechtsfragen“

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