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Wenn der Erbteil überschuldet ist?

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Wenn der Erbteil überschuldet ist?


Aus verschiedenen Gründen bleibt es nicht selten nur bei einer Eheschließung. Erwerben die Ehegatten gemeinsam ein Grundstück wird oft nicht bedacht, dass ein oder beide Partner Kinder aus einer vorhergehenden Partnerschaft oder Ehe haben. Schwierigkeiten für den Erbfall sind dann häufig vorprogrammiert. Dies vor allem dann, wenn keine testamentarische Verfügung vorliegt. Problematisch wird es, wenn der Nachlass des verstorbenen Partners überschuldet ist und ein Dritter, so z. B. ein Stiefkind, das Erbe nicht ausschlägt, dadurch Miterbe wird und nicht bereit ist, an der Auseinandersetzung mitzuwirken. Der hinterbliebene Ehegatte ist dann zwar nach wie vor Eigentümer seines ideellen Bruchteils an einem Grundstück. Bezüglich des Erbteils muss er sich aber mit dem anderen Miterben auseinandersetzen. Stellt sich nun zu allem Übel noch heraus, dass der Nachlass überschuldet ist, steht die Frage der eigenen Ausschlagung des Erbes. Dies hilft aber nicht weiter, wenn man selbst Miteigentümer eines Grundstücks ist. Der hinterbliebene Partner würde dadurch seinen ererbten Anteil am Grundstück verlieren. Selbst ein Nachlassinsolvenzverfahren bringt keine Lösung, wenn der Nachlass nicht einmal die Verfahrenskosten deckt und ohne Vorschuss auf die Verfahrenskosten das Verfahren mangels Masse nicht eröffnet wird.

Vorsorgliche erbrechtliche Beratung ist daher insbesondere in den Fällen angeraten, in denen Miteigentümer eines Grundstücks Kinder aus verschiedenen Ehen/Partnerschaften und ggf. noch aus der Ehe mit dem verstorbenen Ehegatten haben. Dies insbesondere dann, wenn noch Kreditverbindlichkeiten vorhanden sind. Hierbei ist es wichtig, dass der Wert der Immobilie auch im Hinblick auf etwaige Pflichtteilsansprüche rechtzeitig sachverständig festgestellt wird. So kommt es vor, dass der Wert der Immobilie - unerwartet - hinter dem aktuellen Schuldenstand zurückbleibt. Die Anwaltskanzlei Roland Scholz in Döbeln bietet insoweit den Vorteil, dass Rechtsanwalt Hans-Peter Dietrich als freier Mitarbeiter der Kanzlei zugleich von der IHK Chemnitz öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken ist und somit eine komplexe Beratung mit einer sachgerechten Bewertung der Immobilie und des möglichen Nachlasses verbunden werden kann. Hiervon ausgehend kann sowohl zu vorsorglichen testamentarischen Verfügungen oder erbrechtlichen Verträgen als auch im Rahmen der erbrechtlichen Auseinandersetzung hilfreiche Unterstützung gewährleistet werden. Dies gilt darüberhinaus für alle anderen Fälle, in denen Immobilien eine Rolle spielen, so u. a. bei der Trennung von Partnern, ob verheiratet oder nicht, wie auch bei der Auseinandersetzung mit Banken bei notleidenden Krediten.

Rechtsanwalt Roland Scholz,
auch Fachanwalt für Familienrecht

(Wochenkurier vom 04.04.2012 - Ratgeber Recht - und Döbelner Anzeiger vom 27.04.2012 - Ratgeber Recht)

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